Tagebuch der Unrast

Alexander Strasser

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten

Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.

Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.

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Das Leben reizt mich nicht mehr

Das Leben reizt mich nicht mehr. Ich habe alles gesehen und erlebt. Ich hasse die aktuelle Ära, ich habe genug davon! Ich sehe ständig wirklich abscheuliche Kreaturen. Alles ist falsch, alles wird auf den Kopf gestellt. Alle lachen übereinander, ohne sich selbst anzusehen! Es gibt nicht einmal Respekt vor dem gegebenen Wort. Nur Geld ist wichtig. Wir hören den ganzen Tag nur von Verbrechen. Ich weiß, dass ich diese Welt verlassen werde, ohne darüber traurig zu sein!

Das Leben ist besser

Das Leben ist besser, wenn keiner etwas über dich weiß!

Es gibt diesen Moment, kurz bevor man einschläft, in dem die Gedanken zu treiben beginnen. Alles wird weich, verschwommen, wie Nebel. In diesem Moment denke ich daran, wie ich Nina kennengelernt habe. Es war Winter, und sie hatte einen roten Schal getragen. Wir hatten uns in einer Bar getroffen, und ich hatte zu viel getrunken. Sie auch. Wir hatten gelacht, über Dinge, die ich nicht mehr erinnere.

Manchmal frage ich mich, ob sie sich auch fragt, warum wir das alles noch machen.

Aber ich frage sie nicht.

 

Grenzen

Ich hab nie verstanden, warum Leute ans Meer fahren, nur um dann in kleinen, stickigen Wohnungen zu hocken und so zu tun, als wär der Alltag irgendwie erträglicher, wenn man ihn gegen Sand eintauscht. Aber da war ich jetzt. Strandkorb Nummer 23, direkt an der Wasserkante. Nicht freiwillig natürlich. Meine Schwester hatte die Karten gebucht. „Du brauchst das, Alex“, hatte sie gesagt. „Die Sonne tut dir gut. Und frische Luft!“ Klar, als wäre ich ein schimmliges Brot, das mal ordentlich durchgelüftet werden muss.

Der Mensch schwitzt Unheil aus

Der Asphalt unter mir war warm, fast weich, und für einen Moment fühlte ich mich, als würde die Stadt mich doch noch irgendwie festhalten wollen. Aber ich wusste, das war nicht wahr. Die Stadt hatte keine Arme, nur Kanten. Und irgendwann schneidet sie dich, wenn du nicht aufpasst.

Die Unaufhaltsamkeit

Das Brüten des Schicksals. Wolkenheere ziehen am Himmel. Das Selenklima tropisch feucht – und plötzlich ist das Amazonasbecken von Leidenschaft erfüllt.

Die kurze Hoffnung der Götter

… in einer unerwarteten Höhle der Frau, und es war der Beginn der Menschheit. Die kurze Hoffnung der Götter, die Menschen wieder sprachlos gemacht zu haben, hatte getrogen.

Worauf wartest du? - Träume!