Tagebuch der Unrast

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Drei Dosen Bohnen: Wenn ein ganzes Leben in einen Rucksack passt
Was ein Gegenstand noch leisten kann In einer funktionierenden Welt hängen an Dingen viele Bedeutungen. Ein Auto kann Erfolg ausdrücken. Eine Jacke Geschmack. Ein Telefon Zugehörigkeit. Nach dem Zusammenbruch werden diese Bedeutungen von einfacheren Fragen verdrängt:...
Das kalte Versprechen: Eine Richtung ist noch kein Versprechen
Die Stimme im Funkgerät verspricht Wasser. Medizin. Sicherheit. Jonas möchte ihr glauben. Genau das macht sie so gefährlich. Im zweiten Jahr nach dem Fall ist Jonas zu Fuß unterwegs. Sein Wagen steht vor einer eingestürzten Autobahnbrücke. Die Vorräte passen in einen...
Das kalte Versprechen – Sicherheit ist noch kein Leben
Drei Dosen Bohnen. Eine halbe Flasche Wasser. Und eine Stimme im Funkgerät, die behauptet, dass es noch Rettung gibt. Im zweiten Jahr nach dem Zusammenbruch hat Jonas gelernt, seine Vorräte zu zählen und Fremden auszuweichen. Was er nicht gelernt hat: ohne Hoffnung...
Was ist ein Menschenleben wert, wenn alles berechnet wird?
Die Tore funktionieren. Die Generatoren laufen. Die Menschen werden geprüft. Ist das schon Rettung? Elysium liegt halb im Fels. Glatter Beton, funktionierende Scheinwerfer, geölter Stacheldraht und Türen, die sich automatisch verriegeln. Nach Wochen zwischen Ruinen,...
Nord ist Richtung, nicht Versprechen
Gehen als Form des Widerstands In Der letzte Traum ist Bewegung kein Abenteuer. Sie ist körperliche Arbeit. Stiefel reiben, Wasser wird knapp, Wunden entzünden sich und jede Strecke muss gegen Hitze, Gift, Hunger und Erschöpfung ausgehandelt werden. Der Körper liest...
Der letzte Traum: Wenn unsere Systeme schweigen
Der letzte Traum: Wenn unsere Systeme schweigenEine Welt aus Material, Geruch und Restgeräuschen Der letzte Traum erzählt seinen Untergang über Dinge. Über warmes Metall und nassen Beton. Über Staub, der in den Lungen sitzt. Über ein Rohr, das gegen ein anderes...
Geometrie des Zusammenbruchs
Die Luft schmeckt nach Kupfersulfat und verbranntem Haar. Ich stehe in der Geometrie des Zusammenbruchs, wo die Straße nicht mehr Straße ist, sondern eine Wunde, die sich durch das Fleisch der Stadt frisst. Der Nebel hängt wie geronnenes Licht zwischen den Ruinen,...
Zwei Autoren, die sich verstehen
Zwei Autoren, zwei Stimmen, zwei ganz eigene Welten. Und trotzdem dieses seltene Gefühl, dass der andere versteht, was zwischen den Zeilen steht. Wir müssen uns nicht erklären. Wir ergänzen uns, widersprechen uns, inspirieren uns – und wissen, dass eine gute...







