Gedanken

Es ist – fast – alles gesagt.

Mich … wer ist das überhaupt? Der Mann schlimmhin! Sagte jedenfalls eine Freundin. Deine Briefe sind völlig egozentriert. sagte sie am gleichen Tag. Das hast Du schon mal H. Miller gemeinsam. Alter Spruch, aber einmal mehr zutreffend: Verbindliches kann ich nur zu mir selber sagen. Was is? Ich hör nix! Ich denke, also … was denn nun?

 

 

Noch bin ich hier

Mir hat mein Dasein ein unverstandenes und vielleicht nur auf lange Sicht als strukturiert erkennbar werdendes Geschick mit auf den Weg gegeben. Für das ich über alle Maßen dankbar bin, und dem ich mich bewusst und staunend, und immer wieder aufs Neue zuwende, weil es mein Leben ist.

Eine verlorene Welt.

Ich erkenne bedrückt, dass sie für immer verloren sein wird.

Es wird alles vergessen, was ich erlebt habe. Nichts wird übrig bleiben als eine Art Nachglühen, und vielleicht nicht einmal das.

All die Stunden, die ich verbracht habe, all die Worte, die ich gesagt habe, die Bilder, die ich gesehen habe  – all das wird für immer vergessen.

Alter

Ich bin vom Alter infiziert, einer der schon nach Tod riecht und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, in einer Welt leben will, in der die gemeinen Regeln der ‚Älteren‘ noch nicht gelten, in der das Dasein  noch keine Geschichte ist, die stimmt, eine Welt in der alles noch geschehen muss, und die, weil es sich noch nicht ereignet hat, noch alle Formen annehmen kann, ganz einfach weil sie noch nicht wie die meine fertig ist.

Trennung

Die einzige Trennung, zu der ich fähig bin, ist das Verschwinden. Jeden Kontakt abbrechen, mich unauffindbar machen. Ohne ein Wort, ohne Erklärung, denn sobald ich etwas zu erklären versuche, ist es mit meiner Entschlossenheit vorbei.