Gedanken

Neon-Atem

Ich stehe. Der Moment ist ein feuchter, kalter Film, der auf meiner Haut klebt. Es ist still, diese Art von Stille, die nur eine Millionenstadt um drei Uhr morgens kennt: ein tiefes, gedämpftes Summen, das aus den Wänden kriecht. Ich atme den Geruch von nassem Beton und billigem Frittierfett ein, eine Mischung, die hier, in dieser Gasse, immer hängt.

Das Licht. Es ist alles Licht. Die Schilder über mir, ein Wirrwarr aus Kanji und Katakana, leuchten in einem ungesunden Pink und einem stechenden Cyan. Sie fressen sich in den nassen Asphalt, ziehen lange, zittrige Schlieren. Jeder Schritt, den ich mache, zerbricht diese Spiegelungen, und für einen kurzen Augenblick bin ich der Zerstörer dieser künstlichen Magie.

Der Abgrund im Bokeh

Es ist die unerbittliche, warme Täuschung dieser Lichter, die mich in die unendliche Weite des Nichts zurückwirft, ein Nichts, das nicht die Abwesenheit von allem ist, sondern die schreckliche Gewissheit, dass alles Seiende, einschließlich dieses zitternden Ichs, nur eine flüchtige, zufällige Ansammlung von Atomen ist, die sich weigert, ihre eigene Absurdität anzuerkennen.

Necronomadica

Die Charaktere in diesem Buch sind Fiktion. Aber ihre Reisen sind real. Wir alle stehen an unseren eigenen Kreuzungen. Wir alle kämpfen mit unseren eigenen Geistern. Wir alle suchen nach einem Sinn in einer Welt, die oft sinnlos erscheint. Und wir alle müssen unsere eigene Entscheidung treffen: Geben wir auf, oder gehen wir weiter?

Dieses Buch ist meine Antwort auf diese Frage. Es ist ein Liebesbrief an die menschliche Fähigkeit, selbst im Angesicht der größten Dunkelheit einen Funken Hoffnung zu finden. Es ist eine Hommage an all die stillen, unsichtbaren Kämpfe, die wir jeden Tag führen. Und es ist ein Versprechen, dass wir nicht allein sind.

Der Augang ins Licht

Der Ausgang ins Licht – Ein Portal, das aus dem Nichts auftaucht, flackernd wie die Reflexion einer anderen Wirklichkeit. Es steht inmitten der Leere, ein Tor ohne Türflügel, nur ein Rand aus schimmerndem Gold, das in sich selbst zu brennen scheint.

Die Membran der Zeit

Ich stehe vor dem Spiegel, aber er reflektiert nicht. Stattdessen pulsiert seine Oberfläche wie eine lebende Membran, schwingt im Rhythmus eines fremden Herzschlags. Meine Finger berühren das Glas – oder was auch immer es jetzt ist – und die Kälte kriecht durch meine Haut, infiltriert meine Knochen mit kristallinen Strukturen aus gefrorenem Licht.

La Maison rose

La Maison Rose duckt sich unter mir wie ein verblasstes Bonbon zwischen den grauen Häuserfassaden. Seine abgeblätterte rosa Farbe erinnert mich an die Zuckerguss-Torten meiner Großmutter – süß und ein bisschen aus der Zeit gefallen.

Aus „Die Farben von Montmartre“

Demnächst bei Amazon.

Die Stadt, ein Kadaver in Neon

Aber sie war da, diese tickende Uhr, die mir in den Sinn kam, ein mechanischer Vorwurf gegen die eingefrorene Zeit. Sekunden tropften wie Öl aus einer zerbrochenen Maschine, jeder Klang schepperte, ein Zeichen der Fragilität meines Daseins. Es könnte der Kater des Vorabends gewesen sein, oder die Welt selbst – der Unterschied schien unbedeutend.

Cold Rain

When I look into your eyes
I can see a love restrained
But darlin′ when I hold you
Don’t you know I feel the same

Nothin′ lasts forever
And we both know hearts can change
And it’s hard to hold a candle
In the cold January rain