Drei Dosen Bohnen. Eine halbe Flasche Wasser. Und eine Stimme im Funkgerät, die behauptet, dass es noch Rettung gibt.
Im zweiten Jahr nach dem Zusammenbruch hat Jonas gelernt, seine Vorräte zu zählen und Fremden auszuweichen. Was er nicht gelernt hat: ohne Hoffnung weiterzugehen.
Gerüchte führen ihn nach Süden, zu einem Wald, der die Katastrophe überstanden haben soll. Unterwegs begegnet er Elena. Sie rettet ihm das Leben. Doch sie hat ihr eigenes Ziel: ihren verschollenen Bruder zu finden. Aus dem gemeinsamen Weg wächst eine Nähe, die gefährlich werden kann – für zwei Menschen, die bereits zu viel verloren haben.
Dann erreicht sie ein Funkspruch. Anlage Alpha, nahe München. Wasser. Nahrung. Medizin. Schutz.
Ein Ort, an dem das Überleben gesichert scheint.
Aber wer entscheidet, wem die Tore geöffnet werden? Und was bleibt von einem Menschen, wenn sein Wert nur noch an seiner Nützlichkeit gemessen wird?
Mit »Das kalte Versprechen« kündige ich einen düsteren Endzeitroman über Hunger, Verlust und die Bedingungen von Sicherheit an. Über zwei Menschen, die einander brauchen, obwohl Vertrauen sie verwundbar macht. Und über eine Ordnung, deren Versprechen umso überzeugender klingt, je weniger Kraft zum Widerspruch bleibt.
In den kommenden Beiträgen gebe ich Einblicke in die Welt und die Fragen des Romans – ohne seine entscheidenden Wendungen vorwegzunehmen.
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