Grenzen

Ich hab nie verstanden, warum Leute ans Meer fahren, nur um dann in kleinen, stickigen Wohnungen zu hocken und so zu tun, als wär der Alltag irgendwie erträglicher, wenn man ihn gegen Sand eintauscht. Aber da war ich jetzt. Strandkorb Nummer 23, direkt an der Wasserkante. Nicht freiwillig natürlich. Meine Schwester hatte die Karten gebucht. „Du brauchst das, Alex“, hatte sie gesagt. „Die Sonne tut dir gut. Und frische Luft!“ Klar, als wäre ich ein schimmliges Brot, das mal ordentlich durchgelüftet werden muss.

Der Mensch schwitzt Unheil aus

Der Asphalt unter mir war warm, fast weich, und für einen Moment fühlte ich mich, als würde die Stadt mich doch noch irgendwie festhalten wollen. Aber ich wusste, das war nicht wahr. Die Stadt hatte keine Arme, nur Kanten. Und irgendwann schneidet sie dich, wenn du nicht aufpasst.

Jugendliebe

Als ich dich zum ersten Mal sah, war ich von deinem schönen Gesicht und deinem charmanten Lächeln angezogen.