Tagebuch der Unrast

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Das ungewöhnliche Angebot
Ich stehe an einer Straßenecke, die mir vage bekannt vorkommt. Die Sonne brennt auf den Asphalt, der unter meinen Füßen zu beben scheint. Das Licht...
Farida – Keine Haut vergisst
„Manche Narben wachsen nach innen.Manche erinnern dich daran, wer du warst.Und manche lügen.“ – Fragment aus Protokoll Mnem/27, nicht verifiziert...
Nachtzohne
Mauerschatten Ich sitze da, die Wand im Rücken. Kalt, feucht, rau wie die Blicke, die man nicht mehr austauscht. Der Regen hat nachgelassen, aber...
Schweigend durch die Zone
1. Der Staub klebt. Überall. Naia spuckt aus. Schmeckt nach Metall. Die Zone hat keinen Namen mehr. Braucht keinen. Ist einfach da. Grau. Tot....
Der vertauschte Mantel
Ich stehe im Eingang eines Cafés, das ich noch nie zuvor gesehen habe. Es regnet. Nicht stark, aber beharrlich, dieser feine Sprühregen, der die...
Der verpasste Bus
Verschlafe mal wieder. Ist nicht so, dass ich's nicht besser wüsste, aber mein Wecker hat heute diesen passiv-aggressiven Ton drauf, wo er zwar...
Nachts allein
PROLOG Manche Nächte kleben wie ein nasser Film auf der Haut. Du gehst durch sie hindurch wie durch eine Erinnerung, die nie deine war. Keine Stimme...
Georg – Das leise Ende der Dinge
Rücklicht Ich sitze wieder in diesem Raum. Gleiche Wände, gleiche Schatten. Nur das Licht ist anders – milder, weicher, irgendwie älter. Als hätte...
Draußen ist ein weiter Begriff
Der Mann an der Treppe Die Stufen sind kalt und feucht. Beton, der sich durch die Hose frisst, als wär’s ein stilles Urteil. Ich sitz hier nicht zum...
Pechsträhnen glänzen nur im Rückspiegel
Pechsträhnen glänzen nur im Rückspiegel „Es gibt Tage, da fährt das Leben einfach weiter – ohne dich. Und wenn du dann aufwachst, stehst du irgendwo...
Unter dem Rost
1. Ich sitze auf kaltem Beton. Die Fabrik ist tot. War mal was. Ist jetzt Schrott. „Loke", sagt der Alte. „Wie der aus den Geschichten." Ich heiße...
Schwelle aus Moos
1 Es regnet. Natürlich regnet es. Ich sitze unter dieser beschissenen Buche und warte. Worauf, weiß ich nicht mehr. Vielleicht darauf, dass der...
Nullzohne
Nachtlinien Es fängt mit einem Flackern an. Immer. Die Lichter an der Wand flimmern nicht einfach, sie zucken – als würde jemand da oben nervös mit...
Die Archivarin
Staubstunden Ich sitze wieder an diesem Ort. Der Wind weht nicht, aber die Geräusche bleiben – splitterndes Glas irgendwo im Obergeschoss, das...
Echo ohne Ursprung
Stimmbruch Ich höre sie, noch bevor ich sie sehe. Diese Rhythmik aus Schritten – zu gleichmäßig, zu entschlossen. Keine streifenden Sohlen, kein...














