Tagebuch der Unrast

Alexander Strasser

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten

Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.

Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.

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Alles schöne …

 

Alles Schöne im Leben ist entweder unmoralisch, illegal oder es macht dick.

Das Zeug ist schlecht für dich“, hatte Clara gestern gesagt, die Tasse in der Hand, als wäre sie der heilige Gral. „Du trinkst das wie Wasser.“

„Vielleicht, weil Wasser langweilig ist“, hatte ich geantwortet und mir direkt noch einen eingeschenkt. Ironie: Heute früh fühlte sich mein Mund genau wie die Kaffeekanne an. Leer, bitter, unnötig.

Hommage to the very fine feminin girls from Venice

Nie zuvor war ich predestinierter ihnen nachzusehen, als damals. Nie zuvor sah ich schönere Bewegungen:

diese Eigentümlichkeit

des Anschmiegens

das Sich-Straffen

das Sich-Spannen

von Stoffen

an Körpern

an diesen wundervollen Frauen, bei denen selbst Schlitze, das plötzliche Auftauchen des Beines, mich fast von der Vespa stürzen ließ.

Überleben

Wenn du begreifst, dass du alleine bist auf der Welt, der Weg der Einsamkeit lang ist, dann ist es einfacher zu überleben.

Worauf wartest du? - Träume!