Tagebuch der Unrast

Alexander Strasser

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten

Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.

Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.

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Black Moon

In the night see the red sky burning
There’s fire on the mountain
Oil slicks on the sea
The black moon is rising
How long will it be

Cold Rain

When I look into your eyes
I can see a love restrained
But darlin′ when I hold you
Don’t you know I feel the same

Nothin′ lasts forever
And we both know hearts can change
And it’s hard to hold a candle
In the cold January rain

Schwimmen

Ich habe getrunken, um meine Sorgen zu ertränken…

„Sag mal, was machst du da eigentlich den ganzen Tag?“

Die Frage kam nicht plötzlich. Sie hing in der Luft wie die Rauchschwaden vom Toaster, die immer noch langsam Richtung Decke zogen. Aber heute klang sie schärfer, weniger müde.

 

„Ich denke nach.“ Meine Antwort war so lakonisch wie das Leben in dieser Wohnung. Und wie immer brachte sie nichts außer einem genervten Schnauben.

Loslassen

Es ist wichtig, Menschen gehen zu lassen, die nicht bereit sind, dich zu lieben. Es mag schwierig sein, aber es ist auch von großer Bedeutung. Du solltest aufhören, schwierige Gespräche mit Menschen zu führen, die nicht bereit sind, sich zu ändern. Es ist Zeit, aufzuhören, für Menschen da zu sein, die kein Interesse an deiner Anwesenheit haben.

Wenn du weißt, wohin du willst

Wenn du weißt, wohin du willst, führt jeder Weg dorthin.

Das war’s dann. Der Moment war vorbei, und wir waren wieder da, wo wir angefangen hatten. In einem Raum, der sich irgendwie zu groß und zu klein gleichzeitig anfühlte, mit warmem Wein und dieser seltsamen Stille zwischen uns, die weder gut noch schlecht war. Nur echt.

Manchmal dachte ich, dass es genau das ist, was ich mag an ihr: Dass sie keinen Anspruch auf irgendwas erhebt, aber trotzdem alles einnimmt. Wie der Geruch von Vanillekerzen, die man nicht ausstehen kann, aber trotzdem immer wieder anzündet.

Ich bin nicht in der Verfassung für all das da draußen

Ich bin nicht in der Verfassung für all das da draußen. Ich habe kein Verlangen zu demonstrieren, zu überraschen, zu amüsieren oder jemanden zu überzeugen.

Nichts zu wissen, nichts zu lehren, nichts zu wollen, nichts und niemandem eine Bedeutung zu geben, zu schlafen und noch mehr zu schlafen, nur danach steht mir der Sinn.

Worauf wartest du? - Träume!