Tagebuch der Unrast

Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Eine Nachricht von Marie
Die Sonne hing tief über Moguéran, ihr Licht zog lange Schatten über das Kopfsteinpflaster und legte einen warmen Schimmer auf die Fensterläden. Es...
Le Petit Rien
Der Regen klatschte gegen die Fenster des „Le Petit Rien“, so heftig, dass die Tropfen wie kleine Explosionen auf dem Glas wirkten. Der Name passte...
Ich muss nach Brest
Die Wolken hingen tief über Moguéran, wie eine graue Decke, die niemand abnehmen wollte. Der Wind war noch da, aber er hatte seine Schärfe verloren,...
Nachricht von Marie
Der Sturm hat in der Nacht das halbe Dorf aufgeweckt. Fensterläden, die gegen Hauswände knallten, Bäume, die knarrten, als wollten sie aus der Erde...
Einsame Tage am Meer
Der Regen hat endlich nachgelassen. Nur die Tropfen, die von den Dachrinnen plätschern, erinnern daran, dass er da war. Der Himmel bleibt grau, eine...
Marie geht
Ich wache auf, weil der Regen gegen die Scheiben trommelt, als wolle er rein. Der Raum ist kühl, feuchtkühl, wie eine Kneipe, die man zu lange...
Auf den Hund gekommen
Es regnet. Natürlich regnet es. Bretagne… Ich hätte es wissen müssen, aber ich stand ja schon gestern Abend mit meiner optimistischen Art unter...
Saint-Malo
Ich hasse Saint-Malo. Nicht aus einem konkreten Grund, mehr so aus Prinzip. Graue Stadt, grauer Himmel, zu viel Verkehr, zu wenig Charme. Aber Marie...
Moguéran im Herbst – Ein Strandspaziergang
Moguéran. Herbst. Aber der milde, goldene Herbst, bei dem die Sonne noch kräftig genug ist, die Haut aufzuwärmen, während der Wind einem salzig über...
Moguéran im Herbst
Moguéran. Ein kleines Kaff in der Bretagne, das im Herbst ein bisschen von seiner Schroffheit verliert. Die Luft ist mild, salzig, und das Licht hat...
Unsinn
Die Sonne brannte auf den kleinen Hafen von Moguéran, als hätte sie sich vorgenommen, alles Salz, alle Feuchtigkeit der vergangenen Stürme aus dem...
Nach dem Sturm
Der Sturm war vorbei. Eine plötzliche Stille hatte sich über Moguéran gelegt, als hätte die Welt den Atem angehalten. Die Luft roch frisch, fast zu...
Sturm
Es regnete seit Stunden. Nicht dieser sanfte, melancholische Regen, der wie ein Schleier über die Landschaft zieht, sondern ein Sturmregen, der...
Lange Tage am Meer
Die Luft war schwer an diesem Morgen, wie eine alte Jacke, die man nicht mehr ausziehen konnte. Ich saß auf dem kleinen Balkon unseres Zimmers in...
Der Morgen danach
Der Morgen danach schmeckte nach Rotwein und Salz. Vielleicht war es auch nur der Geschmack der Nacht, der mir noch im Mund hing – die Mischung aus...














