Tagebuch der Unrast
Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Der namenlose Bahnhof
Ich wache auf in einem Zug. Weiß nicht, wie ich hierher gekommen bin oder wohin er fährt. Das rhythmische Rattern der Räder auf den Schienen hat...
Verschollene Zeiten
Ich habe einen Brief von meiner toten Tante bekommen. Sie ist seit drei Jahren tot. Herzinfarkt. Hat sie umgehauen wie ein nasser Lappen, der zu...
Die Bibliothek der verschwundenen Bücher
Ich wache in einem Bett auf, das nicht meins ist. Nicht das Übliche. Keine knarrende Matratze, keine Delle in der Mitte. Dieses Bett ist fest,...
Die unbegrenzte Bibliothek
Ich träume immer wieder von dieser Bibliothek. Sie sitzt zwischen zwei anderen Gebäuden eingequetscht, wie ein zu dicker Mensch in einem Kinositz....
Unter der Oberfläche
Ich stehe in einer Küche. Nicht meiner. Die Schränke sind weiß, die Arbeitsplatte aus dunklem Stein. An der Wand hängt ein Kalender – August 2016,...
Verschlungene Pfade
Ich wache auf. Das Zimmer schimmert in einem seltsamen Licht, das durch die Jalousien dringt. Nicht das übliche Morgengrau. Eher ein unheimliches...
Die Spiegelstadt
Ich betrete sie durch eine Tür, die sich nach innen faltppet, als wäre sie aus Papier. Der Wind, der mir entgegenweht, trägt meinen eigenen Atem...
Der Mann, der nie existierte
Jemand erinnert sich an ihn. Aber niemand weiß, ob er jemals real war. Sein Name war – oder hätte sein können – Laurent. Oder vielleicht war es nur...
Der Augang ins Licht
Der Ausgang ins Licht – Ein Portal, das aus dem Nichts auftaucht, flackernd wie die Reflexion einer anderen Wirklichkeit. Es steht inmitten der...
Die Stadt der Träume
Ich liege auf dem kalten Steinboden unserer Höhle und starre in die Schwärze über mir. Es gibt kein Licht hier unten, nur das schwache Leuchten von...
Die Stadt der Pilger
Der Sand brennt unter meinen Füßen, selbst durch die dicken Sohlen meiner abgenutzten Schuhe. Die Sonne steht hoch am Himmel, ein gnadenloser...
Die Stadt der Winde
Ich ducke mich tiefer in den Windschatten der verrosteten Autowracks, die wir zu einer Hütte zusammengebaut haben. Der Sturm heult um uns herum wie...
Die Stadt der Lügen
Der Bildschirm flackert vor mir, die Pixel tanzen wie winzige Sterne in der Dunkelheit des Bunkers. Der schwache Schein des Monitors ist das einzige...
Die Stadt der Tiere
Ich sitze auf der zerfallenen Mauer, die einst den Stadtrand von Nairobi markierte, und starre in die Dunkelheit hinaus. Die Sonne ist gerade erst...
Die Stadt der Schatten
Ich presse mich tiefer in den schmalen Spalt zwischen zwei Solarpaneelen, während die Sonne gnadenlos auf die Atacama-Wüste herabbricht. Die Luft...














