Tagebuch der Unrast
Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Emily
Sie bemerkt mich erst, als ich nur noch etwa zwanzig Meter entfernt bin. Hebt den Kopf, schirmt die Augen mit der Hand ab. Dann winkt sie kurz,...
Begegnung mit Juliette
Am nächsten Morgen wachte ich auf, als die ersten Sonnenstrahlen durch die Vorhänge drangen und die Wände der kleinen Wohnung in ein sanftes Gold...
Der Schatten von Bernadette
Das Au Lapin Agile hatte an diesem Abend etwas Geheimnisvolles, fast Unheimliches. Die Wände, behangen mit verblassten Fotografien und Gemälden,...
Das Missverständnis
Ich stehe an der Ampel und warte. Mein linker Schuh ist nass. Eine Pfütze hat mich erwischt, als ich zu schnell um die Ecke bog. Der Himmel hängt...
Der verlorene Schirm
Es regnet. Nicht so ein sanftes Tröpfeln, das man mit hochgezogenen Schultern noch irgendwie ignorieren kann. Nein, es schüttet, als hätte jemand...
Das vergessene Buch
Ich sitze im Café an der Ecke, wo die Morgensonne durch die großen Fenster fällt und Staubpartikel in der Luft tanzen lässt. Der Kaffee vor mir...
Das Déjà-vu im Restaurant
Ich sitze an einem Tisch am Fenster und starre auf die Speisekarte, während mir eine seltsame Gewissheit den Nacken hochkriecht. Kenn ich schon....
Zwischen Lichtern und Schatten
Ich wache auf, ohne wirklich wach zu sein. Mein Zimmer schwimmt in einem merkwürdigen Licht, als hätte jemand einen Filter drübergelegt. Zu warm...
Im Meer
Ich träume von Wasser. Nicht vom Meer, nicht von einem See, sondern von einer überfluteten Stadt. Die Häuserreihen stehen bis zur Hälfte im...
Unter der Oberfläche
Ich schwimme. Das Wasser um mich herum ist klar wie Glas, aber dunkel. Irgendwie ist es gleichzeitig Tag und Nacht. Ich spüre die Kühle an meiner...
Verschwimmende Grenzen
Ich schwimme im Ozean, oder vielleicht ist es gar kein richtiges Schwimmen. Es ist eher so ein Treiben, ein Getragen-Werden. Das Wasser umhüllt...
Zwischen Licht und Schatten
Ich falle. Falle in einen tiefen Brunnen, der keine Wände hat. Nur das Gefühl des Fallens. Die Luft zieht an meinen Wangen vorbei, kälter und...
Die Schlüsselsammlung
Ich wache auf, und das ist schon das erste Problem. Bin mir sicher, dass ich gar nicht geschlafen habe. Trotzdem klingelt der Wecker, dieses...
Das Archiv unter der Stadt
Ich stehe vor einem Abgrund. Nicht irgendeinem Abgrund, sondern einem verdammten Treppenhaus, das sich ewig nach unten windet. Spiralförmig. Wie...
Zähne
Ich träume, dass meine Zähne sich lösen. Erst wackelt einer, dann der nächste, bis ich sie im Mund hin und her schieben kann wie kleine Steine....














