Ingrid

Als ich den Hof betrete, sehe ich Ingrid, die gerade einen Korb mit Rüben von der Wasserpumpe wegträgt. Sie trägt dieselbe praktische Kleidung wie gestern – Jeans, kariertes Hemd, Gummistiefel – und ihr blondes Haar ist zu einem lockeren Zopf geflochten.

„Alex!“ ruft sie überrascht. „Schon wieder hier?“

„Das Brot von gestern war zu gut,“ sage ich mit einem Lächeln. „Ich musste mehr haben.“

Sie lacht – dieses warme, kehliges Lachen, das mir schon gestern aufgefallen ist. „Mama hat gerade frisches gebacken. Komm mit.“

Ich folge ihr zur Küche, die mir nun schon vertraut vorkommt. Liv steht am Herd, nimmt gerade ein Brot aus dem Ofen. Sie blickt auf, als wir eintreten.

„Der Deutsche,“ sagt sie und nickt zur Begrüßung. „Dir hat es also geschmeckt?“

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