Gedanken
Necronomadica
Die Charaktere in diesem Buch sind Fiktion. Aber ihre Reisen sind real. Wir alle stehen an unseren eigenen Kreuzungen. Wir alle kämpfen mit unseren eigenen Geistern. Wir alle suchen nach einem Sinn in einer Welt, die oft sinnlos erscheint. Und wir alle müssen unsere eigene Entscheidung treffen: Geben wir auf, oder gehen wir weiter?
Dieses Buch ist meine Antwort auf diese Frage. Es ist ein Liebesbrief an die menschliche Fähigkeit, selbst im Angesicht der größten Dunkelheit einen Funken Hoffnung zu finden. Es ist eine Hommage an all die stillen, unsichtbaren Kämpfe, die wir jeden Tag führen. Und es ist ein Versprechen, dass wir nicht allein sind.
Der Augang ins Licht
Der Ausgang ins Licht – Ein Portal, das aus dem Nichts auftaucht, flackernd wie die Reflexion einer anderen Wirklichkeit. Es steht inmitten der Leere, ein Tor ohne Türflügel, nur ein Rand aus schimmerndem Gold, das in sich selbst zu brennen scheint.
Die Membran der Zeit
Ich stehe vor dem Spiegel, aber er reflektiert nicht. Stattdessen pulsiert seine Oberfläche wie eine lebende Membran, schwingt im Rhythmus eines fremden Herzschlags. Meine Finger berühren das Glas – oder was auch immer es jetzt ist – und die Kälte kriecht durch meine Haut, infiltriert meine Knochen mit kristallinen Strukturen aus gefrorenem Licht.
La Maison rose
La Maison Rose duckt sich unter mir wie ein verblasstes Bonbon zwischen den grauen Häuserfassaden. Seine abgeblätterte rosa Farbe erinnert mich an die Zuckerguss-Torten meiner Großmutter – süß und ein bisschen aus der Zeit gefallen.
Aus „Die Farben von Montmartre“
Demnächst bei Amazon.
Die Stadt, ein Kadaver in Neon
Aber sie war da, diese tickende Uhr, die mir in den Sinn kam, ein mechanischer Vorwurf gegen die eingefrorene Zeit. Sekunden tropften wie Öl aus einer zerbrochenen Maschine, jeder Klang schepperte, ein Zeichen der Fragilität meines Daseins. Es könnte der Kater des Vorabends gewesen sein, oder die Welt selbst – der Unterschied schien unbedeutend.
Cold Rain
When I look into your eyes
I can see a love restrained
But darlin′ when I hold you
Don’t you know I feel the same
Nothin′ lasts forever
And we both know hearts can change
And it’s hard to hold a candle
In the cold January rain
Wenn du weißt, wohin du willst
Wenn du weißt, wohin du willst, führt jeder Weg dorthin.
Das war’s dann. Der Moment war vorbei, und wir waren wieder da, wo wir angefangen hatten. In einem Raum, der sich irgendwie zu groß und zu klein gleichzeitig anfühlte, mit warmem Wein und dieser seltsamen Stille zwischen uns, die weder gut noch schlecht war. Nur echt.
Manchmal dachte ich, dass es genau das ist, was ich mag an ihr: Dass sie keinen Anspruch auf irgendwas erhebt, aber trotzdem alles einnimmt. Wie der Geruch von Vanillekerzen, die man nicht ausstehen kann, aber trotzdem immer wieder anzündet.
Ich bin nicht in der Verfassung für all das da draußen
Ich bin nicht in der Verfassung für all das da draußen. Ich habe kein Verlangen zu demonstrieren, zu überraschen, zu amüsieren oder jemanden zu überzeugen.
Nichts zu wissen, nichts zu lehren, nichts zu wollen, nichts und niemandem eine Bedeutung zu geben, zu schlafen und noch mehr zu schlafen, nur danach steht mir der Sinn.






