Briefe

Goldgräber

Mein geliebtes Goldgrübchen, ich hoffe Ihr beiden ( Du und die arme Janina) seid gut und wohlbehalten in Velen angekommen. Ich denke, man wird Euch in einer der netten Dachkammern mit letto maxima untergebracht haben. Für das Tennisprogramm viel Erfolg, was ich mir…

Go with the best. Fuck the rest

Wie geschrieben – keine Aufstockung der Truppe. Das wär ja auch noch schöner, wo doch weltweit Reduzierung angesagt ist. Dann doch lieber Klasse statt Masse – keine Chance – ich sehe Dich grinsen.

No more „Go with the best. Fuck the rest“ Wo sich Rest so schön auf Pest (siehe Sa) reimt – Rest=0 wäre vielleicht für alle Beteiligten die Beste. Weil Rest>0 = Chaos.

geLapt aus Ffm

 – Verharren als Lebenszweck?

 – Zufriedenheit mit dem Status Quo?

 – Restleben ableben oder sollte ich sagen genießen?

Was ich mir wünsche: abends zufrieden grinsend unter die Decke schlüpfen und an einen perfekten Tag zurückdenken.

 

PARIS – Wir haben drei schöne Tage, und dann sage ich Dir, dass wir zu Ende kommen müssen.

Meine Liebe, ich will und kann der Welt nicht beweisen, dass ich (und das musst Du mir zugute halten, nach den Erfahrungen die ich gemacht habe) die Ausnahme von der Regel bin. Das Zeug dazu habe ich nicht.

Unsere Zeit in Paris war, wie sagtest Du, oft noch schöner als der Traum, den Du davon hattest. Kein Haus, keinen Schritt, keinen Metro- Kilometer, keinen Café und kein petit dejeuner von diesen drei Tagen ( vom Rest erst gar nicht zu reden ) möchte ich missen, werde ich vergessen.

 

 

An Dich

Im Eilen ein paar Zeilen.

An Dich.

Ich hab deinen Brief gelesen. Mehrmals. Zuerst mit einem Lächeln, dann ohne. Am Ende hab ich ihn weggelegt, weil ich nicht wusste, ob ich dir antworten soll. Jetzt schreibe ich trotzdem. Nicht, weil ich irgendwas klären will – das tun wir ja eh nie, nicht wirklich – sondern weil diese Stille zwischen uns schlimmer ist als alles andere.

Du fragst, wie ich „uns“ fand, beim Wiedersehen. Schwierige Frage. Es war wie alte Möbel in einer neuen Wohnung: vertraut, aber fehl am Platz. Vielleicht lag’s daran, dass wir beide wussten, dass es anders sein sollte, aber keiner von uns den Mut hatte, es zu sagen.