Der Augang ins Licht

Der Ausgang ins Licht – Ein Portal, das aus dem Nichts auftaucht, flackernd wie die Reflexion einer anderen Wirklichkeit. Es steht inmitten der Leere, ein Tor ohne Türflügel, nur ein Rand aus schimmerndem Gold, das in sich selbst zu brennen scheint. Wer hindurchgeht, verschwindet – nicht mit einem Geräusch, nicht mit einem Schatten, sondern mit der abrupten Endgültigkeit eines abgerissenen Satzes.

Niemand weiß, was jenseits liegt. Manche sagen, es sei der Ausgang aus dem Traum, das Erwachen in eine Welt, die nie geträumt wurde. Andere flüstern von einer noch tieferen Illusion, einem nächsten Abgrund, in dem die Regeln der bisherigen Realität nichts mehr bedeuten.

Doch es gibt jene, die behaupten, man könne zurückkehren. Aber wenn sie zurückkehren, sind sie nicht mehr dieselben. Ihre Augen sind zu hell, ihre Stimmen ein wenig zu leise, als kämen sie aus einer fernen Kammer, in der das Licht nie ganz erlischt. Sie sprechen selten von dem, was sie gesehen haben, und wenn doch, dann nur in gebrochenen Sätzen und halb vergessenen Formeln, als fürchteten sie, es vollständig auszusprechen.

Der Ausgang ins Licht – ein Versprechen oder eine Täuschung? Wer es betritt, weiß es erst, wenn es zu spät ist.

Roter Faden auf grauem Asphalt

Roter Faden auf grauem Asphalt

Ich stehe. Muss ich sagen. Die Füße sind schwer, der Asphalt zieht die Kälte hoch. Es ist diese Art von Licht, die alles grau macht, selbst das...

Neon-Atem

Neon-Atem

Ich stehe. Der Moment ist ein feuchter, kalter Film, der auf meiner Haut klebt. Es ist still, diese Art von Stille, die nur eine Millionenstadt um...

Salz auf der Zunge

Salz auf der Zunge

Der Himmel ist ein einziger, grauer Klumpen. Er hängt tief, so tief, dass ich ihn fast schmecke, dieses metallische, nasse Versprechen von mehr...

Der Abgrund im Bokeh

Der Abgrund im Bokeh

Es ist die unerbittliche, warme Täuschung dieser Lichter, die mich in die unendliche Weite des Nichts zurückwirft, ein Nichts, das nicht die...

Das Licht am Ende der Gasse

Das Licht am Ende der Gasse

Ich hocke hier unten, die Knie tun weh. Scheißegal. Die Welt ist gerade nur dieser nasse, kalte Steinboden und die Blätter. Ein großes, braunes Ding...

Pochen

Pochen

Die Luft liegt wie geronnenes Fett auf meiner Haut. Ich gehe, aber ich bewege mich nicht – die Stadt bewegt sich durch mich hindurch, ein träger...