Vittoria

Als sie das Tiramisu brachte, kam eine andere Frau mit ihr. Auf den ersten Blick konnte man die Ähnlichkeit sehen – dieselben dunklen Augen, dieselben hohen Wangenknochen. Aber während Giulias Gesicht offen war, hatte das der anderen Frau etwas Berechnendes.

„Das ist meine Cousine Vittoria“, sagte Giulia und klang plötzlich ein bisschen steif. „Sie hilft manchmal im Restaurant aus.“

Vittoria lächelte und streckte mir die Hand entgegen. Ihre Nägel waren lang und rot lackiert, ein starker Kontrast zu Giulias natürlichem Aussehen. „Schön, Sie kennenzulernen“, sagte sie mit einer Stimme, die klang, als hätte sie zu viel geraucht. „Giulia hat mir erzählt, dass wir einen deutschen Gast haben.“

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