Tagebuch der Unrast
Zwischen Dämmerung und Papier entstehen meine Welten
Romane, die sich wie Träume anfühlen. Gedanken, die nachhallen. Geschichten, die fragen, was bleibt.
Ich schreibe, weil Worte manchmal näher an der Wahrheit sind als das, was wir sehen.
Meine Geschichten bewegen sich zwischen dystopischer Klarheit und traumhafter Unschärfe. Ich liebe das Unerklärliche – und die Momente, in denen Sprache plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur Gefühl war.
Wenn du zwischen den Zeilen gern wanderst: Willkommen. Du findest hier Kurzgeschichten, Auszüge und Arbeitsversionen meiner Romane.
Mit Claire nach Saint-Malo
Der Motor schnurrt leise, ein tiefes, gleichmäßiges Brummen, das mich seit Stunden begleitet. Ich sehe ihre Füße. Sie liegen da, auf dem...
Marie ist wieder da
Der Stein ist kalt. Das ist das Erste, was ich denke, als ich meine Hand auf den Rand des Brunnens lege. Die Feuchtigkeit kriecht sofort in die...
Moguéran
Ich sitze hier. Der Stuhl ist hart, das Tischtuch blendend weiß. Ein absurder Kontrast zu dem, was drumherum passiert. Die Sonne, dieser...
Im Le Petit Rien
Der Rauch hängt. Er steht wie eine milchige Wand zwischen mir und dem Rest der Welt, genau hier, in diesem Le Petit Rien. Ein passender Name, wie...
Marie geht
Der Himmel ist ein einziger, schwerer, dunkelgrauer Mantel, der über diesem Hafen hängt. Er drückt die Luft zusammen, macht sie salzig und kalt....
Der Morgen danach
Der Wind ist kalt, aber die Sonne brennt. Ein typischer Morgen hier, denke ich. Ich sitze am kleinen, runden Korbtisch, der noch nass vom...
Die Stufen von Montmartre
Die Stufen sind nass. Ein feiner, kaum sichtbarer Nieselregen hat sich über die Stadt gelegt, der die Lichter der Laternen in lange, zitternde...
Montmartre, ein Dienstagabend
Der Regen hat gerade aufgehört. Ich stehe hier, am Rand dieses schmalen Pflasters, und sehe zu, wie das Licht die Straße aufsaugt. Es ist dieses...
Montmartre-am-Morgen
Der Rahmen des Fensters ist kühl, rau unter meinen Fingerspitzen. Ich lehne mich nicht an, nur ein leichtes Berühren, eine Verankerung. Es ist...
Die Regenläuferin
Der Regen hatte aufgehört, aber die Stadt tropfte noch. Aus den Dachrinnen, den Schirmen, den Stimmen derer, die zu spät unterwegs waren.Sie trat...
Der unbeantwortete Anruf
Ich liege auf dem Sofa, als mein Handy vibriert. Es rutscht über den Glastisch, kratzt an der Oberfläche wie ein kleines Tier, das Aufmerksamkeit...
Der verschwundene Gegenstand
Ich stehe vor dem offenen Kühlschrank und starre hinein, als könnte sich der Inhalt durch mein Starren vermehren. Es ist diese merkwürdige Zeit...
Post für jemand anderen
Ich stehe an einer Straßenecke, die Luft schmeckt nach Asphalt und Abgasen. Der Himmel hängt tief, grau und schwer wie ein nasser Wollpullover....
Vertraute Straßen
Ich wache auf einer Bank auf. Eine dieser Parkbänke mit dem leicht gewölbten Holz, das sich in den Rücken drückt, aber irgendwie doch bequem ist....
Das ungewöhnliche Gespräch
Es ist ein Dienstag, und Dienstage haben was Graues an sich, egal wie die Sonne scheint. Der kleine Kiosk an der Ecke leuchtet wie ein Schiff in...














