Die Verdammten

Die Verdammten

Die Luft war schwer, gesättigt von etwas, das mehr als nur Sauerstoff war. Etwas Totes, längst Verrottetes, das sich dennoch nicht auflöste. Wir atmeten es, so wie wir den Tod atmeten, der überall war – in den Gräben, in den Augen unserer Kameraden, im salzigen Schaum...
Der ewige Sturm

Der ewige Sturm

Im Anfang war kein Licht. Nur der salzige Geschmack von Asche und das Dröhnen, ein unaufhörliches, markerschütterndes Dröhnen, das aus den Tiefen der Erde zu kommen schien. Oder aus den Wolken. Vielleicht war es das Herz des Sturms selbst, ein pulsierender Rhythmus,...
Die Geister, die blieben

Die Geister, die blieben

Es begann mit einem Kribbeln in den Fingerspitzen. Nicht das sanfte, vorübergehende Prickeln eines eingeschlafenen Gliedes, sondern etwas Tieferes, Dunkleres, wie der flüchtige Kontakt mit einer fremden Dimension. Es breitete sich aus, durch die Adern, den Brustkorb,...
Die Stadt als Leichnam

Die Stadt als Leichnam

Ich stolperte durch die Straßen – nein, nicht Straßen, sondern Trümmerbahnen, betonierte Gewebestränge eines längst verrottenden Organismus, der sich Stadt nannte. Der Regen, schwer und bleiern wie Quecksilber, prasselte nieder, erstickte die wenigen Funken von Leben,...
Die Zeit verliert sich

Die Zeit verliert sich

Die Nacht begann wie ein unterbrochener Herzschlag. Kein Blitz, kein Donner, nur das monotone Dröhnen der Klimaanlage irgendwo im Rücken meiner Gedanken, das Summen einer Maschine, die niemand mehr wartet. Ich stand da – oder saß ich? –, irgendwo zwischen verregneten...
Wir pfeifen aus den letzten Löchern

Wir pfeifen aus den letzten Löchern

Die Luft roch nach Öl, billigem Plastik und einer brennenden Kälte, die weder Winter noch Frost war, sondern die Nachhut einer Welt, die im Verfall den Frieden suchte. Es war Nacht, aber nicht die Art von Dunkelheit, die schützend oder beruhigend wirkt – eher eine...