Marie

Marie hat ein Lachen, das alles andere um sie herum in Schwarzweiß verwandelt.

Marie hat ihre Spuren überall hinterlassen, wie Brotkrumen in einem düsteren Märchen. Eine angebrochene Flasche Bordeaux in der Küche, der schwere Duft ihres Parfums auf meinem Kopfkissen, ein einzelner seidener Strumpf unter dem Bett – halb versteckt, halb Mahnmal, wie eine nicht eingelöste Drohung.

„Ruf mich an, wenn du so weit bist“, waren ihre letzten Worte, bevor die Tür ins Schloss fiel. Aber so weit bin ich nie. Werde ich es je sein?

Der Morgen begann nicht

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Wasserkocher

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Roter Faden auf grauem Asphalt

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Neon-Atem

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